Lymphdrainage in Hamburg

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Lymphdrainage in Hamburg ist eine Therapieform die der Massage-Technik zugeordnet werden kann. Durch verschiedene spezielle Grifftechniken wird die Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe in die Lymphkapillaren und danach in die Lymphgefäße abgeführt. Der Patient kann bei der Behandlung in der Regel liegen und entspannen und muss keine aktiven Bewegungen ausführen. Die Manuelle Lymphdrainage ist aus der modernen Lymphologie um 1952 entstanden und wurde vor allem zuerst von Dr. Emil Vodder und später auch in Zusammenarbeit mit Dr. Asdonk weiter ausgearbeitet. Heutzutage ist die Manuelle Lymphdrainage ein Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie und besteht aus vier Säulen:

  1. Manuelle Lymphdrainage
  2. Kompressionstherapie
  3. Hautpflege
  4. Bewegungstherapie

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Anatomie des Lymphsystems

Das Lymphgefäßsystem ist anders aufgebaut als das Blutgefäßsystem, welches die meisten kennen. Es beginnt blind im Bindegewebe und wird über verschiedene Lymphbahnen und Lymphknoten über den Ductus Thoracicus (Milchbrustgang) zur Vena subclavia sinistra kurz vor dem Herzen geleitet. Somit bildet es keinen geschlossenen Kreislauf. Es gibt zwei unterschiedlich ausgedehnte Lymphgefäßsysteme im menschlichen Körper von denen das größere die beiden unteren und den linken Körperquadranten drainiert, was ca. 90% der Lymphproduktion ausmacht. Das kleinere System entsorgt den rechten oberen Körperquadranten und transportiert somit die restlichen ca. 10% der Lymphe. Das Lymphgefäßsystem besteht aus Lymphkapillaren (Lymphbildung) und Lymphgefäßen (Lymphtransport). Auf dem Weg zu den Venenwinkeln, in die das Lymphgefäßsystem später mündet liegen unterwegs noch eine Menge Lymphknoten.

Was sind Lymphknoten?

Lymphknoten gehören zum lymphatischen System, genauso wie der Thymus, das Knochenmark, die Milz, der lymphatische Rachenring mit Rachen- und Gaumenmandeln, die Peyer-Plaques des Dünndarms und das lymphatische Gewebe des Blinddarms (Appendix). Sie liegen in den Lymphbahnen und sind so verteilt, dass die Lymphe aus dem Gewebe mindestens einen, meist aber mehrere Lymphknoten auf ihrem Weg zurück in das venöse System durchlaufen muss. In den einzelnen Lymphknoten sitzen die Lymphozyten und Plasmazellen, deren Aufgabe es ist Infektiontserreger, also Viren, Bakterien und Krebszellen zu vernichten.

Wieviele Lymphknoten hat ein Mensch?

  • Zervikal (also li. und re. am Hals) je ca. 50
  • Axillär (li. und re. Achselhöhle) je ca. 50
  • Lunge ca. 50
  • Mesenterium (Darm) ca. 150
  • Lumbal (unterer Rückenbereich) ca. 50
  • Iliakal-inguinal (im Becken) ca. je 50
  • Zusammen: ca. 500-600 Lymphknoten

Warum wird mein Bein dick? Oder mein Arm?

Das Blutgefäßsystem drückt kontinuierlich Wasser aus den kleinsten Gefäßen ins Gewebe. Das ist völlig normal und richtig so. Dabei ist die Menge Wasser in der Regel angepasst an die Menge, die das Lymphgefäßsystem aus dem Gewebe wieder zurück transportieren kann. Wenn jetzt bei einer OP Lymphgefäße unter der Haut zerschnitten werden, sind die Bahnen die vorher zu 100% bestanden nur noch zu z.B. 90% heile. 10% in diesem Gebiet sind zerschnitten worden. Bei der gleichen Menge Wasser die ins Gewebe geschoben wird, passiert jetzt ein Stau. Warum? Weil keine 100% mehr abtransportiert werden können. Und da das Wasser keinen anderen Weg als über die Lymphbahnen zurück finden kann, sammelt es sich im Gewebe an. Ein dickes Bein entsteht. Oder ein dicker Arm. Und dieser Zustand bleibt so lange bestehen, bis die Lymphgefäße wieder zusammengewachsen sind und funktionieren wie vorher.

Wer macht Lymphdrainage?

Die Manuelle Lymphdrainage wird von speziell ausgebildeten Lymph- und Ödemtherapeuten ausgeführt. Meist sind dies Masseure und medizinische Bademeister oder Physiotherapeuten. Doch auch manche Heilpraktiker beherrschen diese Behandlungsform. Ich arbeite seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit dieser Technik und finde die Arbeit mit Patienten auf diesem Gebiet sehr spannend. Gerade auch, weil die Lymphdrainage bei vielen unmittelbar wirkt. Kommen Sie zum Ödem-Profi 😉

Wie lange dauert eine Lymphdrainage-Behandlung?

Die Dauer der Behandlung hängt vom Schweregrad des Ödems ab. Wenn z.B. nur ein Arm geschwollen ist, also ödematös ist, reicht in der Regel eine Behandlung mit Manueller Lymphdrainage von ca. 30 Minuten. Bei einem Bein rechnet man bis zu 45 Minuten und beide Beine oder mehr werden in 60 Minuten gelympht. Natürlich sind das alles nur Richtwerte, in einer guten Praxis für Manuelle Lymphdrainage kann die Zeit angepasst werden.

Ist die Lymphdrainage-Behandlung schmerzhaft?

Normalerweise ist eine Lymphdrainage für den Patienten schmerzfrei. Es gibt aber durchaus Ödeme die so extrem sind, dass die Haut sehr gespannt und strapaziert wird und Patienten dabei Schmerzen empfinden. Ein Lipödem z.B. ist deutlich häufiger schmerzhaft für Patientinnen.

Welche Arten von Ödemen gibt es?

Lymphödem, Phlebödem, Lipödem, Orthostatisches Ödem, Idiopatisches Ödem, Diuretika-induziertes Ödem, Traumatisches Ödem, Vasovegetatives Ödem, Schwangerschaftsödem, Allergisches Ödem,… und einige mehr.

Wenn ihr Fragen zur Behandlung habt ruft an, schreibt mir eine Mail, macht euch bemerkbar 😉 Das Thema Lymphdrainage ist sehr vielfältig und muss am besten persönlich besprochen werden.